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STADT DER 1000 FEUER

Aktion für Sprechchor 
von Oliver Augst und John Birke

1. September 2018, 20:00 Uhr
Wilhelm-Hack-Museum
Berliner Str. 23, 67059 Ludwigshafen
Eintritt: 7,- / 5,- €
Vorverkauf: 0621 504-3045/3411

mit Frieder Butzmann, Françoise Cactus, Bernadette La Hengst, Sven-Åke Johansson und großem Sprechchor
Text: John Birke / Komposition: Oliver Augst / Chorleitung: Marcus Rüdel / Mix: Ingo Müller / Sounds: Marcel Daemgen
Mit Sprechchortexten aus "Der gespaltene Mensch" von Bruno Schönlank, 1927

Eine Koproduktion von textXTND, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt und dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen / in Zusammenarbeit mit hr2 und SWR2. Die Aufführung wird ermöglicht durch: Kultursommer Rheinland-Pfalz, BASF SE, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Wilhelm-Hack-Museum ______________________________________________________

IN ST. WENDEL AM SCHLOSSPLATZ ..

Die "Schraubenlieder" und Texte von Sven-Åke Johansson
 
in Bearbeitung von Oliver Augst (Gesang/Sprache) und Sven-Åke Johansson (Gesang/Sprache/Perkussion)

3., 4. und 5. September 2018, 20:00 Uhr 
Theaterhaus Frankfurt, Schützenstraße 12, 60311 Frankfurt am Main

7. September 2018, 20:00 Uhr
Krebsmühle, Lorsbacherstr. 31, 65719 Hofheim

Im Radio: Deutschlandfunk Kultur, 7. Dezember 2018, 00:05 Uhr

Eine Koproduktion von textXTND, Deutschlandfunk Kultur und 
Freies Theaterhaus GmbH  gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und Musikfonds e.V.


Ausblick 2. Hälfte 2018 

VOLKSLIEDMASCHINE 2.0 / Internetprojekt / August-Dezember 2018
STADT DER 1000 FEUER / Aktion für Sprechchor / Wilhelm Hack Museum Ludwigshafen 1. September 2018

IN ST. WENDEL AM SCHLOSSPLATZ.. / von und mit Sven-Åke Johansson / Theaterhaus Frankfurt 3.-5. September / Krebsmühle Hofheim 7. September 2018

KURT WEILL JAGT FANTÔMAS / Hörspiel Ursendung / RBB 14. September 2018

ALLE TOTEN / Hörspiel / DLF Kultur / 2. November 2018

KURT WEILL CHASSE FANTÔMAS / Live im Musée d'art et d'histoire du judaïsme Paris November 2018

IN ST. WENDEL AM SCHLOSSPLATZ.. / Hörspiel / DLF Kultur 7. Dezember 2018

 

Friedmann/Augst/Schmucki

FESTSPIELE IM WALDE

NEUE TEXTE UND TÖNE ZU HENRY DAVID THOREAUS TAGEBÜCHERN

3. Mai 2018, 20:00 Uhr, Gallus Theater (im Foyer) 
Kleyerstraße 15, 60326 Frankfurt am Main
www.gallustheater.de

4. Mai 2018, 20:00 Uhr, Club Voltaire
Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt
www.club-voltaire.de
www.kunstgesellschaft.de

5. Mai 2018, 20:00 Uhr, Klapperfeld, 
Ehemaliges Polizeigefängnis,
Klapperfeldstraße 5, 60313 Frankfurt 
www.klapperfeld.de

6. Mai 2018, 11:00, Schutzhütte am Jacobiweiher
Steinweg, Stadtwald Frankfurt 
(Straßenbahn-Haltestelle: Oberschweinstiege)  - Eintritt frei.
 

„Solange Thoreau gefeiert wird, ist Amerika nicht verloren, sondern quicklebendig“ schreibt die NZZ anlässlich dessen 200. Geburtstags auf die gegenwärtige amerikanische Regierung anspielend. Amerika feiert den eigenwilligen Dichter, Aussteiger, Mystiker, Natur- und Alltagsphilosoph, der das unablässige Business mit einem Verbrechen vergleicht, der für den zivilen Ungehorsam von Gandhi und Martin Luther King zum Vorbild wird, der sich als Aussteiger in eine Waldhütte zurückzieht und dort Weltliteratur schreibt und der im herbstlichen Wald Nüsse sammelt, um sie an Winterabenden zu knacken.

(Zu seinen bekanntesten Werken zählen Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat und Walden.)

Mit neuen Texten und Tönen aktualisieren Komponistin Schmucki, Sänger Augst und Autor Friedmann Thoreaus Wertschätzung des alltäglichen Lebens. Während Augst einen Tagebucheintrag aus dem Jahre 1858 als Rezitativ singt und Schmucki ein Eichhörnchen im Laub rascheln lässt, fragt Friedmann: „Wenn ich einen Geldautomat zwei Tage lang beobachte, zeigt sich mir dann ein tieferer Sinn? Wenn ich einen Geldautomat drei Tage lang beobachte, warum werde ich dann verhaftet? “ 

Reto Friedmann: sprechen 

Oliver Augst: singen

Annette Schmucki: Töne basteln

Reto Friedmann, geb. 1965, schreibt und produziert Hörspiele, installiert Klänge und performt Texte. Seit 2000 Mitglied des Kollektivs ‚blablabor’. Studium in Religionslehre (Theologie und Religionswissenschaft), seither befasst er sich mit der Schnittstelle von Religion, Kunst und Gesellschaftskritik. Er lebt in Neunkirch SH. 

www.blablabor.ch

Annette Schmucki, geb. 1968 in Zürich, studierte in Winterthur und Freiburg i.Br. Gitarre und Komposition. Seit 2000 Mitglied des Kollektivs 'blablabor'. Sie komponiert, schreibt, performt. Ihr Interesse gilt überlappender Sprache und Musik. Für ihr Schaffen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen; 2015 war sie für den Schweizer Musikpreis nominiert. Sie lebt im Berner Jura. 

www.blablabor.ch

Oliver Augst, geb. 1962 in Andernach am Rhein, ist Komponist, Sänger, Produzent und Hörspielautor. 

www.textxtnd.de

Eine Koproduktion von textXTND und blablabor, gefördert durch die Kantone Thurgau, Schaffhausen und Bern, die Ernst Göhner Stiftung, das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, in Zusammenarbeit mit der KunstGesellschaft e.V.

 

 

KURT WEILL JAGT FANTÔMAS

Ein Musical

von Oliver Augst

mit Liedern von Kurt Weill

Oliver Augst : Konzept, Stimme
Alexandre Bellenger : Turntables, Stimme
Charlotte Simon : Keyboards, Stimme
Françoise Cactus & Brezel Göring : Text
Astrid Ihle : Dramaturgie

Special Guest: Brezel Göring als Sprecher

Uraufführung: 22. Februar 2018, Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt am Main
Weitere Vorstellungen: 23. und 24. Februar 2018, jeweils 20:00 Uhr, www.mousonturm.de/web/de/veranstaltung/kurt-weill-trifft-fantomas

Hörspiel-Ursendung (französische Version): 21. Februar, 23:00, Radio France Culture, Création on air, www.franceculture.fr/programmes/2018-02-21

Die folgenreiche Begegnung des Herrn Weill mit dem Bösewicht Fantômas im Pariser Transit 1933-35

"Als Kurt Weill, der berühmte deutsche Komponist der Dreigroschenoper, in einer stürmischen Nacht im März 1933 im schwarzen Mercedes Benz Special Roadster des Bühnenbildners Caspar Neher von Berlin das Hotel Jacob in Saint Germain des Prés in Paris erreichte, hatte er neben seinen beiden schweren Koffern nur die Skizze für einen Auftrag für Radio Paris in den Händen: eine Moritat über den amoralischen Schurken Fantômas. Doch wo sind die Noten geblieben? Durch welche mysteriösen Machenschaften sind sie verschollen? Scheinbar niemand kannte das Werk... bis heute!"

1933 flüchtete Kurt Weill aus Nazi-Deutschland in die französische Hauptstadt, letztlich nur als zweijährige Durchgangsstation in die Emigration nach Amerika, noch ganz verhaftet in der von ihm und Bertolt Brecht entwickelten sperrigen Dreigroschenoper-Ästhetik und begann hier sich zu dem eleganten Broadway- und Musicalkomponisten zu entwickeln, der weltweite Bekanntheit erzielte.

Was hat sich speziell im Pariser Transit getan, welche Einflüsse haben in dieser Zeit auf Weill gewirkt? Hat seine ästhetische Veränderung etwas mit der Tatsache zu tun, auf der Flucht gewesen zu sein? Oder in einer anderen Sprache zu arbeiten? Wie hat sich der zuspitzende Antisemitismus der Pariser Musikwelt auf sein Schaffen ausgewirkt? Als Flüchtling entwickelte Weill hier seine Fähigkeit, sich an bestehende musikalisch-ästhetische Konventionen "anzupassen" und diese eigenständig weiter zu formulieren. Hat sich seine politische Kunst beziehungsweise politische Haltung aufgelöst oder nur verändert? Brecht hatte ihn ja später ein bisschen dafür verdammt. Zu recht?

In der Live-Hörspielperformance KURT WEILL JAGT FANTÔMAS begibt sich der Komponist und Hörspielautor Oliver Augst, zusammen mit der Künstlerin und Sängerin Charlotte Simon und dem Musiker Alexandre Bellenger auf Spurensuche in Sachen Kurt Weill in Paris. Ausgehend von den weitgehend vergessenen Liedern dieser Zeit – von Au fond de la Seine bis J'attends un navire (letzteres wurde wenige Jahre später zur geheimen Hymne der französischen Résistance) – lässt Augst diese vergleichsweise obskure Phase in Weills Schaffen aufscheinen und neu erklingen – als komponierte Interpretation, die als Liebeserklärung ans Original mit dialektischem "Weiterdenken" in die Jetztzeit verstanden werden kann: historische Abstände werden aufgehoben und gleichzeitig klargemacht, Konturen geschärft und verschleiert, Formen dekonstruiert und neugeschaffen.

Dabei interessieren Augst besonders die "toten Winkel" in Weills Schaffen, die ein weites Feld für spielerische Mutmaßungen und Spekulationen eröffnen. So zieht sich La Grande Complainte de Fantômas, eine Moritat, die Weill – seit Mackie Messer ausgewiesener Experte für Bösewichte – 1933 für ein Hörspiel nach einem Gedicht des französischen Autors Robert Desnos schrieb, gleich eines roten Fadens durch das Stück. Fantômas, der amoralische Schurke aus den Groschenheftromanen von Pierre Souvestre und Marcel Allain, der "König des Verbrechens", erlangte zu jener Zeit bei französischen Künstlern und Intellektuellen, allen voran den Surrealisten, Kultstatus. Sein ruheloses Herumstreifen, der dauernde, durch Flucht vor den Behörden bedingte Orts- und Identitätswechsel übte eine starke Faszination auf die Avantgarde aus, die seine gewalttätig-kriminelle Seite als Auflehnung gegen bestehende starre, veralte Gesellschaftsstrukturen deutete. Der Anti-Held Fantômas verkörpert so die dunkle Bedrohung des aufkommenden Faschismus ebenso wie das Versprechen auf künstlerische Freiheit und Selbstbestimmung.

Von der legendären Inszenierung des Hörspiels von Radio Paris – bestehend aus einem 100-köpfigen Ensemble mit Antonin Artaud in der Rolle des Fantômas – gibt es keine Aufzeichnung, auch die Noten der Moritat gelten als verschollen. KURT WEILL JAGT FANTOMAS imaginiert indessen die folgenreiche Begegnung des Herrn Weill mit dem Bösewicht Fantômas. Dabei geht das Stück subversiv-hintersinnig der Frage nach, ob bei der Verwandlung Weills vom E- zum U-Musiker etwa noch ganz andere, finstere Mächte ihre Hände im Spiel hatten, und lässt Fantômas, den Unfassbaren, Meister des Verschwindens, als Alter Ego des verfolgten und getriebenen, heimatlosen Komponisten aufscheinen... In dem Bühnentext aus der Feder des deutsch-französischen Pop-Duos Stereo Total vermischen sich Realität und Fiktion, Zitate und Behauptungen zu einem abenteuerlich-erhellenden "So könnte es gewesen sein".

Und über all dem treibt Fantômas sein Unwesen... Hahaha !

Eine internationale und bilinguale Produktion für Bühne und Rundfunkt von textXTND in Koproduktion mit Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main, Goethe-Institut Paris, Radio France Culture und rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg
Gefördert durch das Land Hessen - Ministerium für Wissenschaft und Kunst, das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, den Impuls Neue Musik und den Musikfonds e.V.

 

 


 

 

 

 

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

































































































































































































































































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